Ritter Roland und seine Geliebte

Der Rhein ist ein Land der Sagen und Legenden. Es gibt hier kaum einen Ort, zu dem es keine tragische, lustige oder romantische Geschichte zu erzählen gibt…

So auch am Rolandsbogen bei Remagen:

„Benannt wurde der Rolandsbogen nach dem tapferen Ritter und Grafen Roland, dem Neffen und Paladin von Karl dem Großen.
Besagter Ritter Roland war mit Hildegunde, der Tochter des Ritters vom Drachenfels, verlobt. Als er gemeinsam mit Kaiser Karl in Spanien versuchte die Mauren abzuwehren, geriet Roland in eine Falle. Das Heer wurde geschlagen und er für tot erklärt. Als Hildegunde davon erfuhr, war sie außer sich vor Trauer. Schweren Herzens fasste sie den Entschluss, ins Kloster Nonnenwerth zu gehen. Dieses liegt noch heute auf der gleichnamigen Insel inmitten des Rheins bei Remagen.

Doch der Totgesagte kehrte zurück und erfuhr dabei vom ewigen Gelübde seiner Braut. Um der Geliebten nahe zu sein, ließ er die Burg Rolandseck errichten – mit Blick auf Kloster Nonnenwerth.
Hier verharrte er bis zu seinem Tode in ewiger Liebe und Treue.“

Die Burg Rolandseck wird 1631 während des Deißigjährigen Krieges von Schwedischen Truppen eingenommen und vollständig zerstört. Anschließend verbleibt die Burg ruinös. Durch ein stärkeres Erdbeben wird die Ruine fast vollständig zerstört. Nur ein Fensterbogen bleibt stehen und ist seitdem bekannt als Rolandsbogen.
Die verbleibenden Ruinenreste, aber vor allem der Rolandsbogen werden im 19. Jahrhundert zu einem Wahrzeichen der Rheinromantik.
Als der Bogen 1839 einstürzt, wird er kurz darauf nach einem Spendenaufruf nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Friedrich Zwirner wiederaufgebaut. Der Neubau bekommt jedoch eine neue Ausrichtung, in Richtung der Ruine Drachenfels.

Achja, laut Alexander von Humboldt ist der Blick vom Rolandsbogen einer der sieben schönsten Blicke der Welt…
RBW-2010-008-Rolandsbogen Wer möchte ihm da widersprechen…?

Homepage Rolandsbogen

Ähnliche Posts

Noch keine Kommentare

Neuen Kommentar hinzufügen